Fitnessband-Fortschritts-Tracker selber gestalten: Vorlagen und Auswertung


Fitnessband-Fortschritts-Tracker selber gestalten: Vorlagen und Auswertung

Mit einem Fitnessband oder Theraband zu trainieren, ist unkompliziert. Den eigenen Fortschritt festzuhalten, fällt vielen jedoch schwer. Du erinnerst dich vielleicht noch daran, welche Übungen du gemacht hast. Aber weißt du auch, ob du dabei mehr Widerstand genutzt, zusätzliche Wiederholungen geschafft oder die Bewegung kontrollierter ausgeführt hast? Ohne klare Dokumentation wirken mehrere Trainingswochen schnell unübersichtlich. Bleiben sichtbare Veränderungen aus, sinkt außerdem die Motivation.

Ein selbst gestalteter Fitnessband-Fortschritts-Tracker schafft hier eine verlässliche Grundlage. Du hältst nicht nur dein Training fest, sondern erkennst auch kleine Verbesserungen. Ein sinnvoller Tracker kann beispielsweise das Datum, die Übung, die Bandfarbe oder den verwendeten Widerstand, Sets und Wiederholungen enthalten. Auch das Bewegungstempo, dein subjektives Belastungsgefühl und besondere Anmerkungen sind hilfreiche Felder. So siehst du, wann eine Progression sinnvoll ist und wann du die Belastung lieber beibehältst.

In diesem Artikel erfährst du, wie du passende Vorlagen für dein Training erstellst und deine Einträge sinnvoll auswertest. Du bekommst praktische Beispiele für Tabellen und Checklisten. Außerdem zeigen wir dir, welche Auswertungsmethoden sich für Therabänder eignen, welche typischen Fehler die Aussagekraft deiner Daten verringern und wie du deinen Fortschritt auch ohne exakte Kilogrammangabe beurteilen kannst.

Welche Vorlage passt zu deinem Fitnessband-Training?

Ein Fortschritts-Tracker muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist, dass du ihn regelmäßig nutzt und die Einträge später vergleichen kannst. Für kurze Trainingseinheiten reicht oft eine einfache Papierliste. Wenn du mehrere Übungen, verschiedene Bandstärken oder längere Trainingszeiträume dokumentieren möchtest, bietet sich eine digitale Tabelle an. Druckbare Wochen- oder Monatsübersichten liegen zwischen diesen beiden Varianten. Sie geben dir eine klare Struktur, ohne dass du für jede Notiz ein Programm öffnen musst.

Bevor du dich entscheidest, solltest du überlegen, wie genau du trainierst. Verwendest du immer dasselbe Band und wenige Grundübungen, brauchst du nur wenige Spalten. Wechseln Bandfarbe, Übungsvarianten und Wiederholungsbereiche regelmäßig, sind zusätzliche Felder sinnvoll. Auch dein persönlicher Umgang mit Technik spielt eine Rolle. Eine Vorlage funktioniert nur dann gut, wenn sie schnell verständlich ist und dich nicht vom Training abhält.

Vorlage Geeignet für Wichtigste Felder/Features Aufwand/Technik
Einfache Papier-Vorlage Einsteiger und kurze Workouts mit wenigen Übungen Datum, Übung, Bandfarbe, Sätze, Wiederholungen, Belastungsgefühl und kurze Notiz Geringer Aufwand. Kein Gerät außer Stift und Papier nötig
Excel- oder Google-Sheets-Vorlage Regelmäßiges Training mit vielen Übungen und genauer Auswertung Datum, Übung, Bandstufe, Sets, Reps, Tempo, RIR oder Belastungsgefühl, Gesamtwiederholungen, Diagramme und Formeln Mittlerer Aufwand. Grundkenntnisse in Tabellenkalkulation sind hilfreich
Druckbarer Wochen- oder Monats-Tracker Personen mit festen Trainingszeiten und übersichtlichen Routinen Kalendertage, Trainingsziel, Übung, Bandfarbe, Wiederholungen, Häkchen für absolvierte Einheiten und Wochenrückblick Geringer bis mittlerer Aufwand. Vorlage ausdrucken und regelmäßig ausfüllen

Einfache Papier-Vorlage

Die Papier-Vorlage eignet sich, wenn du ohne Technik trainieren möchtest. Du kannst ein Notizbuch verwenden oder eine selbst erstellte Tabelle ausdrucken. Ihr größter Vorteil ist die schnelle Nutzung. Nach dem letzten Satz trägst du deine Werte direkt ein. Außerdem kannst du spontan Bemerkungen ergänzen, etwa „linke Seite deutlich anstrengender“ oder „Band beim letzten Satz gerutscht“. Ein Nachteil ist die begrenzte Auswertung. Veränderungen musst du meist selbst suchen. Für drei bis fünf Übungen pro Einheit reicht diese Variante jedoch oft völlig aus.

Excel- oder Google-Sheets-Vorlage

Eine digitale Vorlage ist sinnvoll, wenn du deinen Fortschritt genauer untersuchen möchtest. Formeln können die Gesamtzahl der Wiederholungen berechnen. Auch Durchschnittswerte für das subjektive Belastungsgefühl oder die Trainingshäufigkeit lassen sich automatisch ermitteln. Ein Diagramm kann zeigen, wie sich deine Wiederholungszahl über mehrere Wochen entwickelt. Der Nachteil liegt im höheren Pflegeaufwand. Zu viele Spalten machen die Eingabe langsam. Lege deshalb nur Felder an, die du tatsächlich ausfüllst. Google Sheets bietet den Vorteil, dass du die Datei auf mehreren Geräten öffnen kannst. Excel ist praktisch, wenn du bevorzugt lokal arbeitest.

Druckbarer Wochen- oder Monats-Tracker

Diese Vorlage verbindet feste Struktur mit einfacher Bedienung. Du siehst auf einer Seite, an welchen Tagen du trainiert hast und ob du dein Wochenziel erreicht hast. Sie passt besonders gut zu einem wiederkehrenden Plan mit ähnlichen Übungen. Ein Monatsblatt zeigt dir außerdem Pausen und unregelmäßige Trainingsphasen. Für detaillierte Angaben zu Tempo oder einzelnen Sätzen ist der Platz oft begrenzt. Ergänze deshalb bei Bedarf ein kleines Notizfeld oder führe für wichtige Übungen eine zusätzliche Liste.

Zusammengefasst eignet sich Papier für einen schnellen Einstieg. Eine Tabellenkalkulation bietet die besten Möglichkeiten für Berechnungen und Diagramme. Ein Wochen- oder Monats-Tracker ist ideal, wenn du vor allem deine Regelmäßigkeit im Blick behalten möchtest. Wähle die einfachste Vorlage, die zu deinem Trainingsalltag passt.

Fitnessband-Fortschritts-Tracker selbst gestalten

Ein eigener Tracker hilft dir dabei, dein Training mit Fitnessband oder Theraband übersichtlich zu dokumentieren. Du kannst ihn auf Papier führen oder als Tabelle in Excel und Google Sheets anlegen. Wichtig ist, dass die Vorlage zu deinem Trainingsziel und zu deinem Alltag passt. Die folgenden Schritte führen dich von der Planung bis zur ersten Auswertung.

  1. Definiere dein Trainingsziel

    Überlege zuerst, was du messen möchtest. Geht es dir um mehr Kraft, eine höhere Wiederholungszahl, bessere Beweglichkeit oder regelmäßige Trainingseinheiten? Für Kraft und Muskelaufbau sind Bandwiderstand, Sätze und Wiederholungen wichtig. Bei einem Beweglichkeitsziel können Bewegungsumfang, Haltezeit und subjektives Empfinden im Mittelpunkt stehen. Formuliere dein Ziel möglichst konkret, zum Beispiel: „Ich steigere die Wiederholungszahl bei der Rudervariante innerhalb von sechs Wochen von 12 auf 16.“

  2. Wähle die passenden Felder aus

    Beginne mit den Grundfeldern Datum, Übung, Bandfarbe oder Widerstand, Sätze und Wiederholungen. Ergänze bei Bedarf Tempo, Pausenzeit, RIR, also die noch möglichen Wiederholungen, sowie ein subjektives Belastungsgefühl von 1 bis Ein Notizfeld ist nützlich für Hinweise wie Schmerzen, unsaubere Technik oder ein verrutschtes Band. Zu viele Spalten erschweren die regelmäßige Eingabe. Streiche Felder, die du nach zwei Wochen nicht verwendest.

  3. Lege ein übersichtliches Layout an

    Für eine Papier-Version eignet sich eine Tabelle mit einer Zeile pro Übung und Trainingstag. Wenn du viele Übungen dokumentierst, verwende eine Seite pro Woche oder Übung. In einem Sheet kannst du alle Einheiten untereinander eintragen. Nutze zusätzlich ein Monatsblatt für Trainingshäufigkeit und kurze Rückblicke. Eine feste Reihenfolge der Spalten verhindert Eingabefehler. Halte die wichtigsten Felder links, damit sie auf dem Smartphone oder beim Ausdruck sofort sichtbar sind.

  4. Ergänze Berechnungen in der Sheet-Version

    Eine Tabelle kann dir einfache Rechenarbeit abnehmen. Mit einer Summenformel addierst du beispielsweise alle Wiederholungen einer Übung pro Woche. Eine zusätzliche Spalte kann das Trainingsvolumen als Produkt aus Sätzen und Wiederholungen anzeigen. Wenn du mit unterschiedlichen Bandstärken arbeitest, solltest du diese nicht einfach addieren, sofern ihr Widerstand nicht vergleichbar angegeben ist. Für die Übersicht eignet sich eine Linie, die deine Wiederholungszahl oder den verwendeten Widerstand pro Woche zeigt. So erkennst du Trends schneller.

  5. Baue eine Vorlage für die Progression ein

    Lege eine kleine Entscheidungshilfe an. Wenn du in allen Sätzen die obere Zielzahl mit sauberer Technik erreichst und dein Belastungsgefühl höchstens 7 von 10 beträgt, kannst du die Wiederholungszahl oder den Widerstand leicht erhöhen. Eine einfache Reihenfolge lautet: zuerst Wiederholungen steigern, danach die Bandstärke erhöhen und anschließend wieder mit einem niedrigeren Wiederholungswert starten. Notiere die geplante nächste Stufe direkt in einer Spalte „Nächstes Ziel“.

  6. Drucke und schütze deine Vorlage

    Drucke den Tracker in einer Größe aus, bei der alle Felder lesbar bleiben. Querformat kann bei vielen Spalten sinnvoll sein. Verwende bei häufiger Nutzung stärkeres Papier. Eine Laminierung schützt das Blatt vor Schweiß und Wasser. Mit einem abwischbaren Folienstift kannst du vorübergehende Einträge machen. Für langfristige Daten solltest du die Werte zusätzlich in ein Notizbuch oder eine digitale Datei übertragen.

  7. Führe einen wöchentlichen Trend-Check durch

    Nimm dir einmal pro Woche wenige Minuten für die Auswertung. Vergleiche bei derselben Übung die Wiederholungen, den Widerstand, die Satzanzahl und dein Belastungsgefühl. Eine prozentuale Steigerung berechnest du mit der Formel: neue Leistung minus alte Leistung, geteilt durch die alte Leistung, multipliziert mit 100. Bei einer Steigerung von 12 auf 15 Wiederholungen ergibt das 25 Prozent. Werte außerdem aus, wie viele geplante Einheiten du tatsächlich absolviert hast.

  8. Prüfe die Daten auf Messfehler

    Vergleiche nur Einträge, die unter ähnlichen Bedingungen entstanden sind. Ein anderer Bandtyp, ein kürzeres Band, ein veränderter Griff oder eine größere Bewegungsamplitude kann die Übung deutlich schwerer machen. Auch Müdigkeit, eine längere Pause oder eine ungenaue Technik beeinflussen das Ergebnis. Markiere solche Besonderheiten im Notizfeld. Schmerzen solltest du nicht als normalen Fortschrittswert behandeln. Bei Beschwerden reduzierst du die Belastung und lässt die Ursache bei Bedarf fachlich abklären.

Ein guter Tracker muss nicht umfangreich sein. Er sollte dir zeigen, was du gemacht hast, wie es sich angefühlt hat und welcher nächste Schritt sinnvoll ist. Starte mit wenigen Feldern und erweitere die Vorlage erst, wenn dir bei der Auswertung wichtige Informationen fehlen.

Welche Tracker-Variante passt zu dir?

Die beste Vorlage ist nicht automatisch die technisch umfangreichste. Sie muss zu deinem Trainingsalltag passen und sich ohne großen Aufwand nutzen lassen. Überlege deshalb vor der Auswahl, wie häufig du trainierst, welche Daten du vergleichen möchtest und ob du lieber mit Papier oder digital arbeitest.

Wie oft trainierst du?

Bei ein bis zwei Einheiten pro Woche reicht meist ein handschriftlicher Tracker oder eine einfache PDF-Vorlage. Du kannst Datum, Übung, Bandstärke, Sätze und Wiederholungen direkt nach dem Training eintragen. Trainierst du regelmäßig und mit vielen Übungen, ist ein Excel- oder Google-Sheets-Tracker übersichtlicher. Dort kannst du alle Einheiten in einer fortlaufenden Tabelle sammeln und später nach Übung oder Zeitraum filtern.

Möchtest du automatische Auswertungen?

Wenn du nur sehen möchtest, ob du trainiert hast, brauchst du keine komplizierte Tabelle. Ein Wochenblatt mit Häkchen und kurzen Notizen genügt. Interessieren dich dagegen prozentuale Steigerungen, durchschnittliche Wiederholungen oder der Verlauf einzelner Übungen, bietet sich eine digitale Vorlage an. Formeln und Diagramme sparen bei regelmäßiger Nutzung Zeit. Der Einrichtungsaufwand lohnt sich jedoch nur, wenn du die Daten konsequent einträgst.

Willst du drucken oder digital arbeiten?

Eine PDF-Vorlage ist praktisch, wenn du deine Trainingsdaten lieber mit Stift einträgst. Du kannst sie mehrfach ausdrucken oder laminieren und mit einem abwischbaren Stift verwenden. Excel eignet sich für die lokale Speicherung auf deinem Computer. Google Sheets ist flexibel, weil du von mehreren Geräten darauf zugreifen kannst. Bei Cloud-Sheets solltest du aber prüfen, welche persönlichen Informationen du speicherst und wer Zugriff auf die Datei hat. Für Trainingsdaten ohne Gesundheitsbezug ist das Risiko meist überschaubar. Sensible Angaben solltest du sparsam eintragen und die Datei mit einem sicheren Konto schützen.

Empfehlungen für typische Profile

Anfänger starten am besten mit einer einfachen Papier- oder PDF-Vorlage. Wenige Pflichtfelder fördern die regelmäßige Nutzung und verhindern, dass die Dokumentation selbst zur Aufgabe wird.

Reha- und Physiotherapie-Patienten profitieren von einem klaren Tracker mit Datum, Übung, Bewegungsumfang, Belastungsgefühl und Beschwerden. Zusätzliche Notizen können helfen, Veränderungen mit der behandelnden Fachperson zu besprechen. Medizinische Angaben sollten besonders sorgfältig geschützt werden.

Ambitionierte Krafttrainierende wählen meist ein Excel- oder Google-Sheets-Modell. Widerstand, Satzanzahl, Wiederholungen, Tempo, Pausen und subjektive Anstrengung lassen sich dort detailliert vergleichen. Achte trotzdem darauf, nur Werte zu erfassen, die du regelmäßig auswertest.

Fazit: Wähle die einfachste Lösung, die dein Ziel zuverlässig unterstützt. Starte bei Unsicherheit mit Papier oder PDF. Wechsle erst dann zu einem Sheet, wenn du konkrete Auswertungen vermisst.

Typische Anwendungsfälle für einen Theraband-Fortschritts-Tracker

Nach einer Knieoperation sicher zurück in den Alltag

Nach einer Knieoperation beginnt der Wiedereinstieg oft mit einfachen Übungen und einem leichten Theraband. Eine Patientin führt zum Beispiel dreimal pro Woche Beinstreckungen oder seitliche Schritte aus. Im Tracker notiert sie das Datum, die Übung, die Bandstärke, die Anzahl der Wiederholungen und das Schmerzempfinden. Auch Schwellungen, Unsicherheit oder eine eingeschränkte Beweglichkeit gehören ins Notizfeld. Die Einträge sollten nach jeder Einheit erfolgen. Ein wöchentlicher Rückblick zeigt, ob mehr Wiederholungen möglich sind oder ob die Belastung gleich bleiben sollte. Schmerzen sind dabei kein Fortschrittswert. Sie sollten als Warnsignal dokumentiert und mit der behandelnden Fachperson besprochen werden.

Mobilität im höheren Alter erhalten

Ein älterer Nutzer möchte seine Beinkraft und Beweglichkeit erhalten. Er trainiert morgens mit einem leichten elastischen Band und nutzt eine kurze Vorlage am Kühlschrank. Neben Übung und Wiederholungszahl trägt er ein, wie sicher sich die Bewegung angefühlt hat. Eine Skala von 1 bis 10 reicht dafür aus. Zusätzlich kann er festhalten, ob das Aufstehen vom Stuhl oder das Treppensteigen an diesem Tag leichter fiel. Die Messung erfolgt bei jeder Einheit. Ausgewertet wird einmal pro Woche. Nicht die maximale Bandstärke steht im Mittelpunkt, sondern regelmäßiges Training, kontrollierte Bewegungen und ein stabiles Belastungsgefühl.

Krafttraining mit planbarer Steigerung

Ein Kraftsportler verwendet Therabänder als Ergänzung zu seinem Training. Bei Rudern, Brustdrücken oder Schulterübungen möchte er erkennen, ob er stärker wird. Sein Tracker enthält deshalb Bandfarbe, geschätzte Zugstärke, Sätze, Wiederholungen, Bewegungstempo und Pausenzeit. Nach jeder Einheit trägt er außerdem die subjektive Anstrengung ein. Er vergleicht die Werte wöchentlich und prüft, ob er bei gleichbleibender Technik mehr Wiederholungen schafft. Eine mögliche Regel lautet: Wenn alle Sätze sauber ausgeführt werden und die Belastung höchstens 7 von 10 beträgt, kann die Wiederholungszahl oder die Bandstärke leicht steigen. So verhindert der Tracker, dass die Progression nur vom Gefühl abhängt.

Trainer oder Physiotherapeut dokumentiert den Verlauf

Auch für Trainer und Physiotherapeuten ist ein eigener Tracker hilfreich. Bei einer betreuten Person können mehrere Übungen, Seitenunterschiede und vereinbarte Zielwerte erfasst werden. Wichtige Felder sind Bandstärke, Bewegungsumfang, Wiederholungen, Ausführung, Beschwerden und die Rückmeldung nach der Übung. Die Daten werden idealerweise bei jeder betreuten Einheit eingetragen. Zwischen den Terminen kann die Person kurze Angaben zu Hause ergänzen. Beim nächsten Gespräch lassen sich die Werte gemeinsam prüfen. Ein Sheet kann dabei helfen, Veränderungen übersichtlich darzustellen. Gesundheitsbezogene Daten sollten nur mit Zustimmung gespeichert und sicher verwahrt werden.

Kurze Home-Workouts trotz wenig Zeit

Eine Berufstätige trainiert zu Hause dreimal pro Woche jeweils 15 Minuten. Für sie ist entscheidend, schnell zu erkennen, ob sie ihre geplanten Einheiten absolviert hat. Ihr Tracker enthält Datum, Trainingsdauer, Übung, Bandstärke, Wiederholungen und ein Feld für das Tagesgefühl. Nach jedem Workout setzt sie ein Häkchen und trägt nur die wichtigsten Werte ein. Am Sonntag prüft sie, wie viele Einheiten stattgefunden haben und ob sich die Wiederholungszahl bei den wichtigsten Übungen verändert hat. Eine einfache Monatsauswertung zeigt Trainingslücken und macht kleine Fortschritte sichtbar.

In allen Szenarien gilt: Der Tracker sollte so viele Informationen enthalten, wie du zuverlässig erfassen kannst. Regelmäßige, vergleichbare Einträge sind wertvoller als eine umfangreiche Vorlage, die nach kurzer Zeit ungenutzt bleibt.

Häufige Probleme beim Fitnessband-Tracker lösen

Ein Tracker ist nur dann aussagekräftig, wenn du die Werte möglichst einheitlich einträgst. Kleine Abweichungen bei Bandlänge, Ausführung oder Zählweise können den Vergleich erschweren. Die folgende Tabelle hilft dir, typische Fehler schnell zu erkennen und deine Dokumentation wieder übersichtlich zu machen.

Problem Wahrscheinliche Ursache Sofortmaßnahme/Lösung
Die Widerstandsangaben lassen sich nicht vergleichen Du hast unterschiedlich stark gedehnte Bänder, verschiedene Bandlängen oder wechselnde Bandtypen verwendet. Notiere zusätzlich Bandfarbe, Bandlänge und ungefähre Dehnung. Vergleiche bevorzugt Einheiten mit denselben Bedingungen. Falls der Hersteller einen Widerstandsbereich angibt, übernimm diesen als Orientierung und nicht als exakten Einzelwert.
Es fehlen regelmäßig Trainingseinträge Die Vorlage ist zu umfangreich oder du trägst die Daten erst viele Tage später ein. Reduziere den Tracker auf Datum, Übung, Bandstärke, Sätze und Wiederholungen. Fülle die Felder direkt nach dem Training aus. Eine kurze Notiz reicht, wenn du an einem Tag nur teilweise trainiert hast.
Wiederholungen und Tempo sind ungenau Du zählst während der Bewegung nicht konsequent oder führst die Übung in wechselnder Geschwindigkeit aus. Lege vor dem Training eine feste Zählweise fest. Eine vollständige Wiederholung besteht aus derselben Start und Endposition. Nutze bei Bedarf einen einfachen Rhythmus wie zwei Sekunden für die Zugphase und zwei Sekunden für die Rückkehr. Vermerke Abweichungen im Notizfeld.
Bandfarben werden verwechselt Farben sind je nach Hersteller nicht einheitlich. Außerdem können ähnliche Farbtöne bei schlechtem Licht schwer zu unterscheiden sein. Schreibe den Hersteller und die Bandbezeichnung in deine Vorlage. Lege für jedes Band eine eigene Kennung fest. Ein zusätzlicher Hinweis wie „kurzes rotes Band“ oder „mittleres Band mit Griffen“ verhindert spätere Verwechslungen.
Die Auswertung zeigt keinen klaren Fortschritt Du vergleichst unterschiedliche Übungen oder bewertest nur die Bandstärke. Technik, Bewegungsumfang und Tagesform bleiben unberücksichtigt. Vergleiche dieselbe Übung unter ähnlichen Bedingungen. Werte zusätzlich Wiederholungen, Satzanzahl, Bewegungskontrolle und subjektive Belastung aus. Prüfe den Trend über mehrere Wochen statt nur einzelne Trainingstage zu betrachten.

Wenn du Einträge regelmäßig und unter vergleichbaren Bedingungen machst, wird dein Tracker deutlich zuverlässiger. Bei Unsicherheit zählt eine saubere Bewegung mehr als ein höherer Widerstand oder eine größere Wiederholungszahl.

Häufige Fragen zum Fitnessband-Fortschritts-Tracker

Wie dokumentiere ich den Widerstand eines elastischen Bands korrekt?

Notiere die Bandfarbe, den Hersteller und möglichst die Bandlänge. Ergänze, wie stark du das Band ungefähr gedehnt hast, zum Beispiel halb oder vollständig. Da Farben und Widerstandsstufen je nach Hersteller unterschiedlich sind, solltest du dich nicht allein auf die Farbe verlassen. Vergleiche am besten Einträge mit derselben Bandlänge und einer ähnlichen Ausgangsposition.

Wie messe ich Fortschritt bei isometrischen Übungen?

Bei isometrischen Übungen hältst du eine Position gegen den Widerstand des Bands. Erfasse deshalb die Haltezeit, die Anzahl der Sätze und das subjektive Belastungsgefühl. Auch eine bessere Körperhaltung oder weniger Zittern kann auf Fortschritt hinweisen. Steigere die Haltezeit nur, wenn du die Position kontrolliert und ohne Schmerzen halten kannst.

Wie oft sollte ich meinen Tracker auswerten?

Ein kurzer Wochen-Check reicht für die meisten Trainingspläne mit elastischen Bändern aus. Vergleiche dabei dieselben Übungen, Bandstärken und Wiederholungsbereiche. Eine ausführlichere Monatsauswertung zeigt, ob sich ein stabiler Trend entwickelt. Einzelne schwache Trainingstage solltest du nicht überbewerten, da Tagesform und Erholung die Leistung beeinflussen.

Kann ich eine Vorlage für verschiedene Fitnesslevels verwenden?

Ja, die Grundstruktur kann für Anfänger, Fortgeschrittene und erfahrene Trainierende gleich bleiben. Passe lediglich Widerstand, Wiederholungsbereiche, Satzanzahl und zusätzliche Felder an. Anfänger kommen meist mit Datum, Übung, Bandstärke und Wiederholungen aus. Fortgeschrittene können Tempo, Pausen, RIR und Bewegungsqualität ergänzen.

Was mache ich, wenn die Bandstärke nicht genau angegeben ist?

Verwende dann eine eigene Kennzeichnung wie leicht, mittel oder stark. Trage zusätzlich die Bandlänge, die Dehnung und die Übung ein. So bleiben deine Werte innerhalb deines Trainings vergleichbar, auch wenn keine Kilogrammangabe vorhanden ist. Bei einem Bandwechsel solltest du im Tracker deutlich markieren, ab welchem Datum die neue Kennzeichnung gilt.